Übertraining vermeiden und erkennen!

In meinem Post zum Thema Superkompensation habe ich gezeigt, wie sich die Leistung durch kontinuierliches Training steigern lässt. Übertreibt ihr es und gebt eurem Körper nicht die Regenerationsphasen, die er braucht, kann auch der gegenteilige Effekt eintreten. Eure Leistungsfähigkeit nimmt ab. Dies kann zu einem Zustand der totalen Erschöpfung führen, dem sogenannten Übertraining. Je nach schwere stellt Übertraining ein mit dem Burnout-Syndrom vergleichbares Krankheitsbild dar.

Übertraining erkennen - Die Symptome!

Ob ihr an einem Übertraining leidet, ist in vielen Fällen nicht leicht zu erkennen. Bedenkt bitte, dass ich kein Arzt bin und die hier aufgelisteten Symptome nur eine Art Leitfaden darstellen. Solltet ihr den Verdacht haben im Übertraining zu sein, dann empfehle ich euch einen Arzt aufzusuchen. Nur ein Arzt kann eine gesicherte Diagnose stellen und die beste Therapie einleiten.

 

Das wichtigste Symptom, das für ein entstehendes Übertraining spricht, ist eine Abnahme der Leistungsfähigkeit. Als Beispiel: Ihr springt aus dem Stand nur noch mit Mühe 50 cm, obwohl ihr zuvor bereits 65 cm geschafft habt. Solltet ihr feststellen, dass ihr an mehreren Trainingseinheiten euren Leistungsstand deutlich verfehlt, ist Vorsicht geboten.

 

Neben diesem Hauptsymptom gibt es eine ganze Reihe weiterer Warnsignale eures Körpers. Schlechter Nachtschlaf, Konzentrationsstörungen, erhöhte Pulsfrequenz und starke Muskelschmerzen können ebenso auftreten wie eine erhöhte Infektionsanfälligkeit und Depressionen.

 

Die Symptome können von Sportler zu Sportler variieren, was die Diagnose eine Übertrainings schwierig macht. Als Faustregel gilt aber: Wenn ihr euch elend fühlt, Probleme habt aus dem Bett zu kommen, euch nur noch schwer zu einer Trainingseinheit überwinden könnt und dazu auch noch einen Leistungseinbruch bemerkt, solltet ihr einen Arzt aufsuchen.

 

Symptome:

  • deutlicher Leistungseinbruch
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsschwächen
  • innere Unruhe
  • erhöhte Pulsfrequenz
  • erhöhte Infektionsanfälligkeit
  • erhöhte Verletzungsanfälligkeit
  • starke Muskelschmerzen
  • Übelkeit
  • Depressionen

Übertraining vermeiden

Der sicherste Weg Übertraining zu vermeiden ist richtiges Training. Dabei steht vor allem das Verhalten außerhalb der Trainingseinheiten im Vordergrund. Der Regenerationsphase sollte ebenso viel Aufmerksamkeit zu Teil werden, wie dem eigentlichen Training. Gönnt eurem Körper die Pause, die er braucht, ernährt euch hinsichtlich einer besseren Regeneration und nutzt Mittel wie die Blackroll, um eure Erholung zu beschleunigen.

 

Manchmal kann es schwer sein, aber übertreibt es mit dem Training nicht. Steigert die Intensität nicht schneller, als sich eurer Körper anpassen kann.

Therapie

Was ist nun aber zu tun, wenn man das Übertraining nicht vermeiden konnte und sich bereits mitten drin befindet? Als aller erstes Pause! Macht eine Pause, egal wo ihr gerade in eurem Trainingsplan seid. Je nach Schwere kann diese Pause auch mehrere Wochen betragen. Wenn ihr den Körper wiederholt über seine Belastungsgrenze gefordert habt, kann es lange dauern bis er sich erholt.

 

Der gang zum Arzt ist dann unbedingt angeraten. Nur er kann eine spezifische Therapie entwickeln. Da Übertraining ein diffuses Krankheitsbild ist, gibt es auch nicht die eine Therapie, bei der man ein Medikament einnimmt.

 

Habt ihr Fragen und Anregungen zum Thema Übertraining? Hinterlasst einen kurzen Kommentar. Ich versuche so schnell wie möglich zu antworten.

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