Die 5 wertvollsten antiinflammatorischen Lebensmittel

Antiinflammatorisch? Was nach Fachchinesisch klingt bedeutet nicht mehr als entzündungshemmend. Im Bezug auf Krafttraining und Fitness lässt sich eine sehr einfache Eselbrücke bilden. Wenn der Muskel nach dem Training brennt, ist er entzündet.

Ihr habt dann im Training einiges richtig gemacht. Denn Hypertrophie wird durch diese Entzündungsprozesse ausgelöst. Ich möchte euch trotzdem verraten, wie ihr dem Körper helfen könnt, die in Flammen stehende Muskulatur möglichst schnell zu löschen. Deshalb werde ich euch die 5 wertvollsten antiinflammatorischen Lebensmittel vorstellen.

Bildquellen:

1 - Quelle: Ɱ (https://commons.wikimedia.org/wiki/User:%E2%B1%AE) CC BY-SA 4.0

2 - Quelle: LFL16 (http://flickr.com/photos/85356407@N00) CC BY 2.0

3 - Quelle: Wikimol (https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Wikimol) CC BY-SA 2.5

4 - Quelle: 3268zauber CC BY-SA 3.0 (unverändert)

5 - Quelle: Quadell (https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Quadell) CC BY-SA 3.0

Beeren

Beeren sind so etwas wie der Geheimtipp nach einem harten Workout. Viele Athleten schwören auf eine Hand voll Heidelbeeren oder Cranberrys, um die Regeneration der Muskulatur zu beschleunigen.

 

Der Grund dafür ist einfach. Die in Beeren enthaltenen Anthocyane fungieren als Radikalfänger. Sie sind in der Lage freien Sauerstoff im Körper „einzufangen“ und schützen so Zellen und DNA vor oxidativem Stress. Besonders nach einer Trainingseinheit ist dieser Effekt wichtig.

Fischöl

Fischöl ist reich an Omega-3-Fettsäuren. Diese wirken sich zum einen positiv auf das Herzkreislaufsystem aus. Zum anderen sind sie ebenfalls in der Lage Radikale zu binden und entzündungsfördernde Stoffe zu vermindern. Die ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren ist besonders wichtig, da sie für den Menschen essentiell sind. Das heißt, euer Körper ist nicht in der Lage diese Fettsäuren selbst herzustellen.

 

Es lohnt sich fettreichen Fisch wie Lachs in den Ernährungsplan einzubauen. Neben dem Fischöl enthält Fisch sehr gutes Eiweiß. Und Eiweiß ist bekanntlich ein Grundbaustein des Muskelwachstums.

Grüner Tee

Regelmäßige Leser werden wissen, dass ich auf grünen Tee schwöre. Die gesundheitsfördernde Wirkung ist durch zahlreiche Studien belegt. Man könnte grünen Tee fast als Allheilmittel bezeichnen. Für die Anwendung als antiinflammtorisches Supplement nach dem Krafttraining sind vor allem die enthaltenen Flavonoide von Bedeutung.

 

Flavonoide hemmen im menschlichen Körper entzündungsfördernde Enzyme und regen das Immunsystem an. Darüber hinaus wirken sie ebenfalls als Radikalfänger. Ein bis zwei Tassen grüner Tee am Tag sollten es daher sein.

Backkakao und dunkle Schokolade

Kakao ist ähnlich wie grüner Tee vollgestopft mit gesundheitsfördernden Wirkstoffen. Zu diesen zählen wieder verschiedene Polyphenole mit ähnlicher Wirkung wie im grünen Tee. Dazu kommt, dass sich Kakao durch die enthaltenen Gerb- und Ballaststoffe positiv auf die Verdauung auswirkt.

 

Einer der bekanntesten Inhaltstoffe von Kakao ist das Theobromin. Es verfügt ähnlich wie die Botenstoffe Serotonin und Dopamin über eine stimmungsaufhellende Wirkung. Beachtet aber bitte, dass Theobromin für Haustiere giftig ist. Versucht also nicht euren Hund mit Kakao glücklich zu machen.

 

Mein Tipp: 15 Gramm Backkakao an den Quark nach dem Training. Das sorgt für antiinflammatorische Wirkung und guten Geschmack. Denkt daran, dass Kakao zu Schokolade verarbeitet wird, die häufig sehr viel Zucker und nur wenig Kakao enthält. Wenn schon Schokolade, dann eine Sorte mit einem Kakaoanteil von mehr als 75%.

Brokkoli, Blumenkohl und Kohlrabi

Gemüsesorten aus der Familie der Kreuzblütengewächse, wie Brokkoli, Blumenkohl und Kohlrabi sind sehr reich an Sulforaphan. Sulforaphan wirkt als indirektes Antioxidans. Es aktiviert Phase-II-Enzyme im menschlichen Körper und damit die körpereigenen Abwehrmechanismen gegen Radikale.

 

Es gibt also einen guten Grund, warum viele Bodybuilder praktisch jeden Tag Brokkoli verzehren. Freizeitathleten sollten zumindest einmal in der Woche Brokkoli oder eine verwandte Gemüsesorte essen.

Fazit

Es ist nicht wirklich schwer seinem Körper etwas Gutes zu tun und gerade nach dem Training auftretende Entzündungsprozesse zu hemmen. Meine kleine Liste zeigt, dass es in jeder Nahrungsmittelkategorie Lebensmittel mit antiinflammatorischer Wirkung gibt. Da sollte eigentlich für jeden etwas dabei sein.

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