Trainingspartner? Vorteile und Nachteile!

Vielleicht kennst du sie auch? Trainingspartner, die im Gym quasi unzertrennlich sind. Sie treten immer zu zweit auf, verfolgen den gleichen Trainingsplan und pushen sich zu Höchstleistungen. Du fragst dich, sollte ich mir vielleicht auch einen Trainingspartner suchen? Die Antwort: Kommt drauf an!

Ich persönlich bin ein Fan von Trainingspartnern. Zu zweit trainiert es sich einfach leichter. Das hat verschiedene Gründe, auf welche ich in diesem Post eingehen möchte. Ein Trainingspartner kann aber auch zu einem Nachteil werden, wenn bestimmte Regeln nicht beachtet werden.

Quelle: skeeze (https://pixabay.com/de/users/skeeze-272447/) via pixabay.com CC0
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Motivationsschub

Der Hauptvorteil beim Training zu zweit ist ein immenser Motivationsschub. Bist du alleine im Kraftraum und keiner achtet auf dich, dann lässt du die Hantel unter Umständen doch schon bei der 11. Wiederholung fallen, weil der Bizeps brennt. Ein Trainingspartner wird dich, durch lautes anbrüllen, genau davon abhalten.

 

Die Motivationswirkung eines Trainingstandems sollte man nie unterschätzen. Meiner Erfahrung nach lässt sich die Leistung unter den Argusaugen eines Trainingspartners um bis zu 10 Prozent steigern. Der kleine Wettkampf, der unter Partnern auf jeden Fall immer herrscht, kann wohl auch nicht schaden. Davon profitieren deine Trainingsintensität und damit auch deine Erfolge.

Saubere Technik

Ein Trainingspartner sollte immer ein Auge auf eine saubere Technik haben. Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass er selbst die jeweilige Übung beherrscht. Deshalb wird dir ein absoluter Gym-Neuling in diesem Punkt kaum weiterhelfen können.

 

Die Gleichung ist einfach. Ein Partner kann deine Technik von außen betrachten, während du nur ein ungefähres Gefühl dafür hast, ob dein Rücken beim Deadlift wirklich gerade ist oder du versuchst Nachbars Katze zu imitieren.

 

Die Konsequenz: Mehr Gains, mehr Intensität und eine geringere Verletzungsgefahr. Drei Dinge, dir wir alle wollen, wenn wir ins Fitnessstudio gehen.

Die ganz praktischen Vorteile

Neben den eher auf der Meta-Ebene angesiedelten Vorteilen gibt es noch ganz Praktische. Ein Trainingspartner kann Hand anlegen, wenn du mal wieder der Meinung warst, 120 kg drücken zu können und feststellen musstest, dass du heute Mittag den Spinat vergessen hast.

 

Neben diesen Nothilfeeinsätzen taugt ein Partner auch für verschiedene Intensitätstechniken. Ich denke hier an das Forcing und Negativwiederholungen. Zudem wird dich ein Partner dazu zwingen, den inneren Schweinehund im Saustall einzusperren. Oder willst du derjenige sein, der ständig feste Termine absagt?

 

Last but not Least kann ein Trainingspartner dabei helfen ganz unauffällig die heiße Maus oder den heißen Mäuserich auf dem Laufband abzucheken.

Auf einen Blick: Die Vorteile eines Trainingspartners!

  • Mehr Intensität
  • Mehr Motivation
  • Mehr Gains
  • Weniger Verletzungsgefahr
  • Mehr Möglichkeiten in Bezug auf Intensitätstechniken
  • Trainingspartner = Schweinehundüberwinder
  • Nothelfer, wenn die Hantel auf der Brust liegt

Die Kehrseite der Medaille

Wie immer hat auch diese Medaille zwei Seiten. Mancher Vorteil eines Trainingspartners kann sich auch in einen Nachteil verwandeln. Vor allem dann, wenn dein Partner unerfahren ist.

 

Stichwort Technik: Dein Partner kann sie nur richtig beurteilen, wenn er sie selbst beherrscht und nicht einfach so tut. Einen Partner, der der Meinung ist Skipping Pull Ups wären zu etwas anderem gut als die Haut von den Handflächen zu lösen, braucht keiner.

 

Stichwort Motivation: Pushen ist gut, aber nur bis zur Klippe! Wirst du zu weit gepusht, erlebst du einen Absturz. Das trifft auch auf Krafttraining zu. Noch eine Wiederholung und noch eine muss nicht gut sein. Im Gegenteil, es kann dich überfordern. Dein Trainingspartner sollte deine Grenzen einschätzen können.

NoGo’s

Zu guter Letzt gibt es da noch zwei NoGo’s. Das erste: Gequatscht wird in der Umkleide. Sobald ihr den Kraftraum betretet, wird konzentriert trainiert. Nichts ist schlimmer als die beiden Typen, die gemeinsam das Squat-Rack blockieren und sich über ihre letzte durchzechte Nacht auslassen.

 

Das zweite NoGo: Wenn man mit einem Partner trainiert, sollte man schon einigermaßen kritikfähig sein, sowohl beim Kritisieren als auch in der Annahme von Kritik. Das heißt, wenn schon Kritik geübt wird, dann immer sachlich. Den Partner auslachen, ist nicht wirklich eine gute Lösung. Auf der anderen Seite solltest du, an dir geübte sachliche Kritik auch annehmen.

Fazit

Meine TwoCents zum Thema Trainingspartner geben dir einen kleinen Leitfaden, was ein Trainingspartner kann, was er können sollte und was du nicht tun solltest. Ich kann das Training zu zweit nur empfehlen. Es macht mehr Spaß und man kommt einfach besser voran.

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